Das Visa Waiver Program (VWP) wurde von der US-amerikanischen Regierung ins Leben gerufen und ermöglicht es Inhabern eines österreichischen Reisepasses, ohne konventionelles Visum in die Vereinigten Staaten zu reisen. Österreich ist damit Teil einer Gruppe sogenannter VWP-Länder, deren Bürger die Vorteile der visumfreien Einreise in die USA genießen können. Österreichische Bürger, die die Vereinigten Staaten im Rahmen des VWP besuchen möchten, müssen auf dem Luft- oder Seeweg einreisen und noch vor der Abreise einen Antrag über das Elektronische System für Reisegenehmigungen gestellt haben. Mit Genehmigung dieses Antrags wird eine Reisegenehmigung erteilt, auf die die zuständigen Behörden zugreifen können. Damit ist es auch nicht länger nötig, bei Ankunft in den USA ein I-94 Formular auszufüllen.

Liste der VWP-Länder

Länder, die aktuell am VWP teilnehmen:

  • Andorra
  • Australien
  • Österreich
  • Belgien
  • Brunei
  • Chile
  • Tschechien
  • Dänemark
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Deutschland
  • Griechenland
  • Ungarn
  • Island
  • Irland
  • Italien
  • Japan
  • Lettland
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Monaco
  • Niederlande
  • Neuseeland
  • Norwegen
  • Polen
  • Portugal
  • San Marino
  • Singapur
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Südkorea
  • Spanien
  • Schweden
  • Schweiz
  • Taiwan
  • Vereinigtes Königreich

Länder, deren (erneute) Teilnahme am VWP momentan verhandelt wird:

  • Argentinien
  • Brasilien
  • Uruguay
  • Israel
  • Türkei
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Zypern

Länder, die nicht mehr am VWP teilnehmen:

  • Argentinien
  • Uruguay

Wie kann ein Land dem Visa Waiver Program beitreten?

Zu den Kriterien, die bei der Auswahl neuer VWP-Länder berücksichtigt werden, gehören unter anderem ein besonders geringer Anteil an abgelehnten Anträgen auf konventionelle Nichteinwanderungsvisen und eine hohe Sicherheit der ausgestellten Reisepässe. Im Folgenden werden weitere Informationen dazu gegeben, wie ein Land sich für das VWP qualifizieren kann.

Um den Status eines potenziellen VWP-Landes zu erreichen, muss das Land:

  • Als souveräner Staat anerkannt werden
  • Einen hohen Index der menschlichen Entwicklung (HDI, Human Development Index) erreichen
  • Sicherheitsdaten mit den USA teilen
  • Passbetrug effektiv bekämpfen und verlorene bzw. gestohlene Reisepässe nachverfolgen
  • Hohe Anforderungen an die Sicherheit von Reisepässen konsequent umsetzen und dazu biometrische, elektronische Reisepässe ausstellen
  • Für einen geringen Anteil an Bürgern stehen, die ihre maximale Aufenthaltsdauer in den USA überschreiten oder gegen das Gesetz verstoßen
  • Einen besonders geringen Anteil an abgelehnten Anträgen auf konventionelle Nichteinwanderungsvisen haben, konkret unter 3 %, wie in Abschnitt 217 (c)(2)(A) des Einwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes definiert ist
  • Effektive Maßnahmen zur Grenzkontrolle, Bekämpfung von Terrorismus, Strafverfolgung und Rechtsdurchsetzung implementieren

Eine kurze Geschichte des Visa Waiver Programms

Um den bürokratischen Aufwand für Touristen und Geschäftsreisende zu reduzieren, die für eine begrenzte Zeit in die USA kommen möchten, ohne dabei die Kompetenzen des Ministeriums für Innere Sicherheit in der Grenzkontrolle zu schmälern, wurde 1986 das Visa Waiver Program (VWP) ins Leben gerufen.

Das erste Land, dem der Status eines VWP-Landes zugesprochen wurde, war 1988 das Vereinigte Königreich. Später im selben Jahr folgte Japan, und im Oktober 1989 dann Schweden, Frankreich, Italien, die Niederlande und die Schweiz sowie Westdeutschland. Island, Norwegen, Finnland, Dänemark, Belgien, Luxemburg, Spanien, Andorra, Monaco, Liechtenstein, Österreich, San Marino und Neuseeland schlossen sich 1991 an. Seitdem sind immer wieder neue Länder beigetreten, darunter auch Irland, Portugal, Slowenien, Brunei, Singapur und Australien. Andere waren dem Programm einst beigetreten, finden sich heute aber nicht mehr auf der Liste der VWP-Länder, wie Argentinien und Uruguay, die seit 2002 bzw. 2003 nicht mehr dabei sind.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat die US-amerikanische Regierung unter George W. Bush die Anforderungen für visumfreies Reisen verschärft und seit Oktober 2004 sind maschinenlesbare Reisepässe eine unbedingte Voraussetzung für die Einreise im Rahmen des VWP. Zwei Jahre später, im Oktober 2006, wurde diese Forderung insofern erhöht, als dass nun biometrische, elektronische Reisepässe benötigt werden.

Seit 2009 können ESTA Anträge nur noch online gestellt werden. Nach einer entsprechenden Vorabüberprüfung erhalten Reisende jetzt die Erlaubnis, mit einer einzigen ESTA Reisegenehmigung ohne weitere Behördengänge über zwei Jahre in die USA einzureisen.

Haftungsausschluss: www.esta-usa.at ist eine private Webseite, die nicht mit der Regierung der Vereinigten Staaten in Verbindung steht.